Neuer Name – noch mehr Arbeit

 

Tafel Homburg wählt neuen Vorstand

 

Die Tafeln in Deutschland kennt wohl jeder. Doch immer mehr Menschen versuchen, den Namen der Tafel für ihre Zwecke zu nutzen. Der Bundesverband der deutschen Tafeln musste in den letzten Jahren schon über 90.000 € aufwenden, um den Namen der Tafel vor Missbrauch  zu schützen.

 

Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Homburger Tafel e.V. stand daher am Dienstag die Namensänderung und damit die Änderung der Satzung. Bisher wurde der Ort vorangestellt, in Zukunft wird es bundesweit der Begriff „Tafel“ vorangestellt. Aus „Homburger Tafel e.V.“ wird „Tafel Homburg e.V.“. Nur so sei die Marke „Tafel“ klar erkennbar und zu schützen, erklärte der erste Vorsitzende Roland Best, es sei ähnlich wie bei bekannten Markenprodukten oder Einkaufsketten. Einstimmig wurde die Satzungsänderung angenommen, nach und nach wird nun die Namensumstellung auf den Fahrzeugen und auf dem Briefpapier auftauchen.

 

Die Tafel Homburg sei im Saarpfalz-Kreis anerkannt, so Roland Best. Privat- und Firmenspender kennen die gute Arbeit für Bedürftige an den Ausgabestellen in Homburg und St. Ingbert. Auch nach der Namensdrehung seien die Geldgeber weiterhin bereit, den Verein mit Spenden zu unterstützen. Best dankte nochmals allen Sponsoren und Unterstützern, ohne deren Hilfe die Arbeit und der Betrieb der Tafelausgabestellen nicht finanzierbar sei. Die zahlreichen Spenden ermöglichen den ehrenamtlichen Einsatz des international aufgestellten Tafelteams. Durch die  Tatkraft der Ehrenamtlichen beim Einsammeln der Lebensmittel, dem Sortieren und der Ausgabe könne die Tafel im Jahr über 17.000 Lebensmittelabholungen im Saarpfalz-Kreis ermöglichen. Vor allem Rentner und Familien mit Kindern sind auf diese Unterstützung angewiesen, so werden durch jede Abholung im Schnitt weitere 3,5 Personen unterstützt. Die Zahl der Bedürftigen steige stetig an.

 

Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind lobte die Ehrenamtlichen, die mit großem Engagement  in den beiden Ausgabestellen für Bedürftige tätig seien. Diese tatkräftige Hilfe reduziere soziale Schieflagen.

Markus Elser vom AWO/ SPN hob ebenfalls die hervorragende Arbeit der Ehrenamtlichen hervor. Dankenswerter Weise übernahm er auch die Wahlleitung des Abends. Gründungsmitglied Ingeborg Rippel schied auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Roland Best dankte für ihre hervorragende Arbeit und ihr großes Engagement seit der Gründung der Homburger Tafel. Bei den Wahlen wurde Roland Best als Vorstandsvorsitzender im Amt bestätigt. Anita Graf-Fischbach und die früher Schriftführerin Doris Lehmann wurden als Stellvertreterinnen gewählt. Heribert Wies wurde erneut Kassierer. Neu im Vorstand ist die langjährige Tafelmitarbeiterin Gitta Zielke, welche das Amt der Schriftführerin übernimmt.

 

Für die Zukunft ist die Arbeitssicherheit bei der Tafel ein großes Thema.  Rechtlich einem Gewerbebetrieb gleichgestellt, müssen auch bei der Tafel Homburg Vorschriften für Arbeitssicherheit und Lebensmittelhygiene strikt beachtet werden. Mechthild Niewald ließ sich in diesem Bereich schulen und gibt ihr Wissen nun an alle Ehrenamtlichen im Haus weiter und auf weist auf mögliche Problembereiche hin. Ein weiteres „Zukunftsprojekt“ der Tafel ist die Lehrstelle für einen „Kaufmann im Büromanagement“. AZUBI Antonius Daschner wird so ein neuer Zugang zum ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.

Weiterhin werden werden in den Ausgabestellen in Homburg und St. Ingbert engagierte  Ehrenamtlichen gesucht, die an den Ausgabetagen mehrere Stunden Zeit haben für das Gemüse putzen, in der Ausgabe zu helfen oder andere Arbeiten übernehmen wollen. In einem internationalen Team können neue Erfahrungen gesammelt und neue Freunde gewonnen werden.

 
 
   
Auf dem Bild sehen Sie den neuen Vorstand. Von rechts nach links im Bild Doris Lehmann, Roland Best, Anita Graf-Fischbach, Gitta Zielke und Heribert Wies.