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Es Blättche, April 2006

Wenn Essen unbezahlbar wird ...

Homburger Tafel will Lebensmittel an Bedürftige verteilen

Eine Woche Nudeln mit Soße, für Nudelfans ein Traum, für viele Familien mittlerweile am Monatsende traurige Normalität. Armut ist ein Tabuthema, denn die Schuld daran wird von der Gesellschaft meist den Betroffenen selbst zugewiesen. Viele Familien versuchen wenigstens für die Kinder nach Außen einen normalen Lebensstandard aufrecht zu erhalten, damit sie nicht wegen der prekären Finanzsituation ausgegrenzt werden. So ist das Essen eine der letzten Einsparmöglichkeiten. Frische Lebensmittel wie Milch, Obst und Gemüse werden selten gekauft, Fleisch und Wurst werden zu unbezahlbaren Luxusgütern.

Armut in Deutschland versteckt sich, aber es gibt sie trotzdem. Arbeitslosigkeit und Hartz IV, niedrige Renten oder schwere Krankheiten sind einige Ursachen, die den Weg in die Armut in Deutschland verkürzen. Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Diakonie und andere Beratungsstellen werden mittlerweile so häufig am Monatsende für Lebensmittelspenden angefragt, dass sie diesen Ansturm nicht mehr bewältigen können. Aus dieser Situation heraus beschloss das Caritas-Zentrum Saarpfalz, die Homburger Tafel zu initiieren.

Gleichzeitig werden in Deutschland Tonnen von Lebensmitteln vernichtet, da sie im Warenkreislauf nicht benötigt werden. Die Tafeln in Deutschland haben es sich zum Ziel gesetzt, qualitativ einwandfreie Nahrungs­mittel, die im Wirtschafts­prozess nicht mehr verwendet werden, an Bedürftige zu verteilen. So will auch die Homburger Tafel diesen Menschen helfen, eine schwierige Zeit zu überbrücken und ihnen dadurch neue Motivation für die Zukunft zu geben.

Die Tafeln in Deutschland werden ehrenamtlich getragen und finanzieren sich komplett aus Spenden. Bürger spenden ihre Freizeit, um Geld- und Lebensmittelspenden zu organisieren. Ehrenamtlich übernehmen sie den Transport zur Ausgabestelle, sortieren die Lebensmittel, bereiten sie für die Ausgabe vor und verteilen alles an Bedürftige. Das erste Ehrenamtlichentreffen der Homburger Tafel übertraf mit 55 Interessierten weit die Erwartungen der Initiatoren. Diese trugen auch vielfältige Ideen zur Werbung von Sponsoren zusammen. Denn nachdem die Helfer gefunden sind, sucht die Homburger Tafel nun dringend große und kleine

Einzelhändler, Bäckereien und sonstige Lebensmittelbetriebe, die ihre überschüssigen Nahrungsmittel für Bedürftige zur Verfügung stellen. Andere Firmen können sich durch Geld- und Sachspenden für den laufenden Betrieb der Tafeln beteiligen. Zur Zeit werden Gewerbekühlschränke und Regale zur Lagerung von Lebensmitteln gesucht. Ebenso muss für den Transport der Lebensmittel ein Kühlfahrzeug angeschafft werden. Langfristig sollten auch Sponsoren für die Anschaffung eines Kleintransporters gefunden werden. Geldgeber befinden sich in guter Gesellschaft, bisher wird die Homburger Tafel bereits unterstützt von der Stadt Homburg und dem Saarpfalzkreis, dem katholischen Pfarrverband und der protestantischen Kirchengemeinde Homburg,  dem evangelischen Dekanat, der Arbeiterwohlfahrt  und dem Diakonischen Werk.

Mit der Ausgabe von Lebensmitteln soll Mitte Mai begonnen werden. Wer regelmäßig Lebensmittel benötigt, kann die Bedürftigkeit mit den Bescheiden von Arbeitsamt oder ALG II etc. nachweisen. Gegen den Kostenbeitrag von zwei Euro können diese Menschen dann an den Ausgabetagen Lebensmittel von der Homburger Tafel erhalten. Geplant ist eine Unterbringung der Homburger Tafel in der Inastraße, zur Zeit wird über die Anmietung eines ehemaligen Lebensmittelgeschäftes verhandelt.

Das nächste Ehrenamtlichentreffen soll am Dienstag den 25. April 2006 in der Inastraße 1 in Homburg stattfinden. Weitere Informationen über die Homburger Tafel in Trägerschaft des Caritas-Zentrums Saarpfalz gibt es in der Bexbacher Str. 4 66424 Homburg/ Saar, Telefon: 06841 934 85 0, Fax: 06841 934 85 19. Geldspenden können unter dem Stichwort: Homburger Tafel auf das Konto des Caritas-Zentrum Saarpfalz, Ktnr.: 1010 148 136, BLZ: 594 500 10 bei der Kreissparkasse Saar-Pfalz eingezahlt werden.

 

 

 

 

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